Corona-Virus – Jetzt Kurzarbeitergeld beantragen!

Durch die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland kommt es auf dem Arbeitsmarkt zunehmend zu Einschränkungen. Durch Lieferengpässe, Geschäftsschließungen, abgesagte Veranstaltungen und andere Schutzmaßnahmen, können Unternehmen schnell in eine bedrohliche Schieflage geraten.

Die Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat in der aktuellen Situation oberste Priorität. Daneben ist es aber auch wichtig, gemeinsam die Arbeitsplätze zu sichern und Entlassungen zu vermeiden, um nach der Krise unmittelbar wieder durchstarten zu können. Hierzu hat die Bundesregierung den Zugang zum Kurzarbeitergeld wesentlich erleichtert:

 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  1. Es müssen mindestens 10% der Mitarbeiter betroffen sind und einen Entgeltausfall von mindestens 10% haben.

  2. Die Bundesagentur für Arbeit erstattet vollständig die Sozialversicherungsbeiträge.

  3. Auch Leiharbeitnehmer sollen zukünftig unter das Kurzarbeitergeld fallen.

  4. Überstunden und Arbeitszeitkonten müssen aktuell nicht mehr auf Null gefahren werden.

 

Was sind die wesentlichen Voraussetzungen für die Kurzarbeit:

  1. Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegt. Das heißt konkret, dass mindestens 10% der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen.

  2. Es muss mindestens ein Arbeitnehmer sozial-versicherungspflichtig beschäftigt sein.

  3. Das Beschäftigungsverhältnis darf vor der Kurzarbeit nicht gekündigt sein.

  4. Wichtig! Betriebe, die auf Grund der Auswirkungen der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld beantragen möchten, müssen die Kurzarbeit zuvor bei der zuständigen Agentur für Arbeit melden. Hierzu muss der Arbeitgeber im Laufe des Monats in dem die Kurzarbeit beginnt, den Arbeitsausfall anzeigen. Außerdem muss die Kurzarbeit mit den Arbeitnehmern schriftlich vereinbart werden.

 

Welche Kosten kommen auf den Arbeitgeber zu?

Das Kurzarbeitergeld für nur für ausgefallene Arbeitsstunden gezahlt. Die Sozialversicherungsbeiträge werden bei der Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit in voller Höhe erstattet.

 

Wie lange kann man Kurzarbeitergeld beziehen?

Das Kurzarbeitergeld wird nach derzeitigem Stand für maximal 12 Monate gewährt.

 

Wie wird das Kurzarbeitergeld berechnet?

Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Nettoentgelt-Ausfall. Die Arbeitnehmer erhalten grundsätzlich 60% des ausgefallenen Nettoentgelts. Bei Arbeitnehmer mit einem Kind im Haushalt erhöht sich das Kurzarbeitergeld auf 67%.

Die Berechnung des Kurzarbeitergeldes sowie die Beantragung bei der Agentur für Arbeit erfolgt in der Regel im Rahmen der Lohnabrechnung.

 

Zu weiteren Einzelheiten beraten Sie die Lohn-Mitarbeiter der Kanzlei!

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