Kassennachschau – Das Finanzamt kommt unangemeldet

Seit 2018 wird bei den Gewerbetreibenden die Kassennachschau durchgeführt. Nach dem Anlaufjahr liegen jetzt die ersten Erfahrungen vor. Auch hat das Bundesministerium der Finanzen erste Anwendungsgrundsätze erlassen. Die Finanzbeamten dürfen die Kassennachschau während den üblichen Geschäft- und Arbeitszeiten unangemeldet durchführen. Sie sind verpflichtet sich auszuweisen.

In den Geschäftsräumen führen die Finanzbeamten einen Kassensturz durch und vergleichen dabei den aktuellen Bestand mit den in der Kasse erfassten Daten oder mit den übrigen Kassenaufzeichnungen. Dabei können sie auch die Einsichtnahme oder Übermittlung der digitalen Daten über die vorhandene Schnittstelle verlangen. Es ist also wichtig, dass sich die Bediener der Kasse mit der Speicherung und dem Abruf der digitalen Daten auskennen, insbesondere auch die Bedienungsanleitungen verfügbar sind. Dies gilt auch für Mitarbeiter, sofern diese über die Rechte auf den Zugriff und die Benutzung der Kasse verfügen.

Tipp!

Bitte informieren Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend.

Die Finanzbeamten dürfen neben dem Kassensturz und dem Datenabruf auch Fotos oder Kopien von relevanten Unterlagen machen. Nicht vorstellen müssen sich die Finanzbeamten bei sogenannten “ Beobachtungen“ oder „Testkäufen“. Dort wird die Verfahrensweise im Geschäftsbetrieb betrachtet. So zum Beispiel, ob Kassenvorgänge in die Kasse eingegeben werden oder ob endgültige oder vorläufige Bons gedruckt werden.

Tipp!

Bitte richten Sie sich darauf ein, dass auch Aushilfen oder andere gelegentliche Mitarbeiter die Abläufe beim Kassieren beherrschen.

Lassen Sie sich beraten!

Fragen, worauf Sie sich in Ihrem speziellen Geschäftsumfeld einstellen müssen, beantworten die Mitarbeiter der Kanzlei sehr gerne.