PayPal im Unternehmen – Was muss ich beachten?

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser 3. Video (zu finden in unseren Video-Beiträgen) beschäftigt sich heute mit dem Zahlungsdienstleister „PayPal“.

Gerade bei Bestellung über das Internet bietet PayPal eine relativ sichere Zahlungsmethode.

In der Kanzlei begegnet uns PayPal daher auch in den Buchhaltungen unserer Mandanten.

Jetzt kann man streiten, ob es sich bei PayPal um ein Bankkonto handelt oder nicht. Da auf einem PayPal-Konto aber sowohl Zahlungseingänge als auch Zahlungsausgänge verbucht werden, ist es in der Buchhaltung wie ein Bankkonto zu verbuchen.

Oft sehen wir in den Buchhaltungen nur die Umbuchungen auf das Geschäftskonto. Das reicht leider nicht aus, denn z.B. für Rücksendungen könnten Rückzahlungen vorgenommen worden sein, die in der Buchhaltung zu berücksichtigen sind. Deshalb legt jetzt auch die Finanzverwaltung verstärkt den Fokus auf vollständig verbuchte PayPal-Konten und wenn nicht, wird vermutet, dass Zahlungsvorgänge nicht vollständig erfasst sind. Hier besteht die Gefahr einer Hinzuschätzung.

Wie die Banken stellt auch PayPal Kontoauszüge zur Verfügung. Für diese Kontoauszüge gilt die 10-jährige Aufbewahrungsfrist und zwar in digitaler Form. Ausdrucken reicht also nicht aus.

Die Umbuchungen auf das Geschäftskonto stellen keine Ausgabe, sondern lediglich einen sogenannten Geldtransit dar. Die auf den Kontoauszügen ausgewiesenen Gebühren sind natürlich abzugsfähige Betriebsausgaben.

Sollten Sie über PayPal sowohl geschäftliche als auch private Transaktionen ausführen, dann legen Sie sich bitte getrennte PayPal-Konten zu und trennen Ihre Zahlungen nach geschäftlich und privat.

Bei Onlinehändlern ist PayPal ein fester Bestandteil des Zahlungswesens. Teilweise entsteht ein erheblicher Umfang an Buchungen. Der Vorteil ist, dass sich gerade über unser EDV-System DATEV eine Schnittstelle zum automatischen Verbuchen einrichten lässt.

Zum Schluss noch ein Tipp!

Lassen Sie möglichst keine Guthaben auf dem PayPal-Konto stehen. Bei einer Reklamation eines Kunden kann PayPal die Auszahlung des Guthabens sperren.

Das war wie immer ein kurzer Überblick. Bei weiteren Fragen sprechen Sie einfach die Mitarbeiter der Kanzlei an. Lassen Sie sich beraten!