Neue Corona-Hilfen freigeschaltet!

Überbrückungshilfe III

Nach langem Warten wurde inzwischen das Antragsportal für die Überbrückungshilfe III freigeschaltet. Diese Überbrückungshilfe betrifft einen Förderzeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Besonders die Unternehmen und Selbständige, die ab 15.12.2020 schließen mussten, können hiermit gefördert werden. Die November und Dezemberhilfen wurden diesen verwehrt.

Antragsberechtigt sind nun Unternehmen mit einem Umsatzrückgang in den einzelnen Monaten von November 2020 bis Juni 2021 von mindestens 30%. Dabei wird jeder Monat separat betrachtet und es wird keine Schließung zwingend vorausgesetzt. Es sind also alle Unternehmen, Selbständige und bestimmte wirtschaftlich am Markt tätige gemeinnützige Organisationen förderberechtigt.

Mit dem Antrag ist eine Prognose über die Umsätze und Fixkosten (bestimmte feste Kosten) bis Juni 2021 abzugeben. Für eine Förderung wird jeder einzelne Monat mit dem sogenannten Referenzmonat des Jahres 2019 verglichen. Bei einem corona-bedingten Umsatzrückgang von mindestens 30 % werden 40% dieser Fixkosten für den Fördermonat erstattet. Bei einem höheren Umsatzrückgang erfolgt eine Staffelung mit einer Erstattung bis zu 90% der Fixkosten bei 70% Umsatzrückgang.

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende, vor dem 01.01.2021 vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare betriebliche Fixkosten, die nicht gekündigt oder reduziert werden konnten, ohne die Aufrechterhaltung der betrieblichen Tätigkeit zu gefährden. Die Bundesministerien haben dazu eine Liste veröffentlicht. Für die Reisebranche, Künstler und Veranstaltungsbranche gibt es Sonderregelungen.

Die Antragstellung erfolgt, wie bei den übrigen Überbrückungshilfen, über ein spezielles Portal und kann nur vom Steuerberater oder Rechtsanwalt vorgenommen werden.

Zunächst sollen Abschlagszahlungen erfolgen. Ab Mitte März ist die reguläre Auszahlung geplant.

Die Anträge können bis 31.08.2021 gestellt werden.

 

Neustarthilfe für Soloselbständige

Für Selbständige mit weniger als 1 Vollzeitkraft wird es zusätzlich eine sogenannte Neustarthilfe bis zu 7.500 € geben.

Diese Neustarthilfe beträgt 50% des Umsatzes des Referenzmonats aus dem Jahr 2019. Dabei wird zunächst davon ausgegangen, dass sich der tatsächliche Umsatz mindestens um 60% reduziert hat. Es wird jeder Monat einzeln betrachtet. Liegt kein Umsatzrückgang von mindestens 60% vor, muss ein Teil der Förderung zurückgezahlt werden. Hierfür gibt es eine Staffelung. Die komplette Förderung ist zurückzuzahlen, wenn der Umsatzrückgang nicht wenigstens 20% beträgt. Auch hier wird jeder Monat einzeln betrachtet. Wie bei der Überbrückungshilfe erfolgt eine Schlussabrechnung.

 

Corona Ü III-Zwischenkredit

Wer nicht auf die Auszahlung der Hilfen warten kann, kann eine Art Zwischenkredit auf die Überbrückungshilfe III und auf die Neustarthilfe beantragen.

Die Antragstellung erfolgt über das Portal der Thüringer Aufbaubank. Der Betrag ist bis 50.000 € (Überbrückungshilfe III) und 5.000 € (Neustarthilfe) frei wählbar. Es werden keine Zinsen erhoben. Die Rückzahlung erfolgt mit Auszahlung einer der beiden anderen Hilfen. 

 

Lassen Sie sich beraten!

Dies war nur eine kurze, nicht vollständige Zusammenfassung der neuen Fördertöpfe. Die Prüfung des Anspruchs und die Antragstellung der Corona-Hilfen ist sehr kompliziert. Es sind zahlreiche Besonderheiten und Fallstricke zu beachten. In den vergangenen Wochen wurde dazu in der Kanzlei umfangreiches Wissen und praktische Erfahrung aufgebaut. Bitte wenden sie sich bei Fragen an die Kanzlei. Lassen Sie sich beraten!